Bis zu 30 Minuten Suchen pro Auskunft, heute Sekunden.
Ein Werkstatt-System für die Orthopädie-Schuhtechnik. Jede Versorgung läuft sichtbar durch die Stationen, der Tresen gibt in Sekunden Auskunft, und jeder Schritt steht mit Datum und Person im Protokoll.
Aus dieser Einzellösung ist inzwischen ein eigenes Produkt geworden: Werkbrett.
Ein Maßschuh braucht rund zehn Wochen. Er läuft durch Leistenbau, Zwischenprobe, Schaftbau, Bodenbau und Bettungsbau, und zwischen den Stationen liegt er im Regal. In der Werkstatt funktioniert das gut: Jede Abteilung weiß, was in ihrem Regal liegt, ist für sie.
Es funktioniert nur nicht, wenn vorne jemand anruft. Dann ging jemand durch den Betrieb und fragte sich durch, im Extremfall eine halbe Stunde, manchmal zu zweit oder zu dritt gleichzeitig. Nicht weil schlecht gearbeitet worden wäre, sondern weil das Wissen im Kopf und im Regal lag, nicht auf Papier.
Die vorhandene Branchensoftware kann Kasse, Warenwirtschaft, Kostenvoranschläge und Abrechnung, und sie kann das gut. Was in den zehn Wochen dazwischen passiert, deckt sie nicht ab. Das erklärte Ziel des Betriebs war ein einziger Satz: keiner sucht mehr.
Wir haben nicht mit einem Entwurf angefangen, sondern mit Fragen: Wie wird heute übergeben? Wie erfährt die nächste Station, dass sie dran ist? Wie lange dauert welcher Schritt normalerweise? Die Antworten wurden zur Software. Die Stationen sind die echten Stationen, die Plandauern die echten Dauern, und gesucht wird über Name und Geburtsdatum, weil der Betrieb es so macht.
Alle Stationen nebeneinander, jede Versorgung in ihrem Fach. Was länger liegt als geplant, fällt sofort auf, statt erst beim Nachfragen.
Kunde ruft an? Name oder Geburtsdatum eingeben, Stand vorlesen. Niemand läuft mehr durch die Werkstatt, um zu fragen.
Jeder Stationswechsel wird mit Zeitpunkt und Person festgehalten. Das Protokoll steht am Auftrag und lässt sich aus der Anwendung heraus nicht ändern.
Werkstatt, Tresen, Leitung und Verwaltung sehen unterschiedlich viel. Die Rechte gelten in der Datenbank, nicht nur in der Oberfläche. Bei Gesundheitsdaten ist das der Unterschied.
Das System läuft seit Anfang 2026 im täglichen Betrieb. Die Auskunft am Telefon dauert Sekunden statt einer halben Stunde, die Leitung sieht ohne Rückfrage, was hängt, und das Team kann sich auf das konzentrieren, was zählt: die Versorgung selbst.
Im Sommer 2026 war ein Prüfer im Betrieb, hat die Anwendung im Alltag gesehen und gefragt, ob andere Betriebe das auch bekommen können. Was ihn überzeugt hat, war nicht die gesparte Lauferei, sondern der Blick von oben: Übersicht über alle Versorgungen und ein Prozess, der sich nachvollziehen lässt.
Aus einer Einzellösung wird dadurch aber nicht automatisch ein Produkt. Wir haben beides getrennt: OrthoFit bleibt ein Betrieb mit eigener Datenbank und eigener Adresse, das Produkt bekam ein eigenes Repository, ein Testgerüst, ein Rechtesystem in der Datenbank, Datenschutzunterlagen und ein Vertragswerk. Heute heißt es Werkbrett, und jeder Betrieb richtet seine Stationen selbst ein, statt dass wir sie einbauen.
Was in einer Werkstatt entstanden ist, steht jetzt jedem Meisterbetrieb mit mehrstufiger Fertigung zur Verfügung. Ein Produkt, viele Instanzen: gleiche Software, eigene Datenbank je Betrieb.
Stationen, Plandauern, Kürzel und Erscheinungsbild stellt der Betrieb selbst ein.
Jeder Betrieb hat seine eigene Datenbank. Andere Betriebe sind technisch nicht erreichbar.
Rechtetrennung und Datenbankschema laufen bei jedem Push automatisch durch Tests.
Ob Werkstatt, Praxis oder Büro: Wir bauen dir eine Lösung, die zu deinem Workflow passt. Erzähl uns, was dich bremst.